Inklusionsteam

Wie können Menschen, die nicht so gut sehen oder hören können bzw. motorisch eingeschränkt sind, möglichst umfänglich an  unseren Gottesdiensten und Angeboten teilnehmen?
Dieses Team möchte sich um Lösungen für mehr Barrierefreiheit bemühen. Dazu gehören grundsätzliche Maßnahmen und Anschaffungen, aber auch konkrete Unterstützung unserer Pastorinnen und Gruppenleitungen bei besonderen Veranstaltungen. Wir möchten Ansprechpartner sein, wenn jemand an unseren Kirchorten nach inklusiven oder barrierearmen Lösungen sucht.

Dafür brauchen wir Menschen aus allen drei Kirchorten: 

  • Menschen, die aus eigener Erfahrung wissen, was sie bei uns vermissen, und Ideen für Lösungen in den Bereichen Sehen, Hören und Mobilität haben.
  • Menschen, die Lust darauf haben, sich ehrenamtlich tatkräftig einzubringen, um anderen eine größere Freude an der Teilnahme am kirchlichen Leben zu schenken.
  • Menschen, die uns einfach erzählen, wo sie sich ausgeschlossen gefühlt haben oder sich eine Veränderung wünschen, damit wir versuchen können, ihnen zu helfen. Denn davon profitieren auch andere.


Wie wir uns organisieren, ist noch offen und abhängig von den Bedürfnissen der Teammitglieder. Vermutlich werden wir uns anfangs in bestimmten Abständen treffen, um erstmal grundlegende Maßnahmen auf den Weg zu bringen. Danach kann ich mir Treffen "auf Zuruf" vorstellen. Wir werden sehen!

Auf dieser Seite informieren wir über unsere Treffen, offene Fragen und Anfragen zu Ideen und Unterstützung. Welche konkreten Maßnahmen bereits umgesetzt sind oder zeitnah werden, findest du auf der übergeordneten Seite "Barrierefreiheit und Inklusion".

Möchtest du mitmachen oder hast du Anregungen? Dann melde dich gerne!

Bei diesem ersten Treffen waren wir zu zweit, beide von der "Fraktion Sehen", eine aus Mt, eine aus KvB. Eigentlich gar nicht schlecht, denn so konnten wir uns gut auf optische Verbesserungen konzentrieren:

- Das generelle Ansagen der Lieder im Gottesdienst für alle, die die angeschlagenen Liednummern nicht lesen können.
- Ein gut sichtbarer Ort für Liederbücher in Großdruck. Die sind teilweise schon seit Jahren vorhanden, aber für Leute mit Seheinschränkungen nicht auffindbar. Und der KV oder die Konfis können nicht immer jeden darauf ansprechen, ob Großdruck gebraucht wird.
- Die freiTöne in großer, fetter Schrift ohne Noten sind bereits fertig, die LebensWeisen in Arbeit. Jeweils 3 Exemplare. Wenn mehr gebraucht wird, bitte Bescheid sagen!
- Bessere Beleuchtung - für dieses Problem haben wir noch keine Lösung. Wir haben über Aku-Klemmleuchten nachgedacht, die man an der Stuhllehne vor sich befestigen kann. Das müssen wir mal testen. Ob das angenommen wird?

Für das nächste Treffen am 11. August um 19 Uhr in Mt hoffen wir auf weiteren Zuwachs! Vor allem aus PG, denn für konkrete Maßnahmen brauchen wir Leute, die sich vor Ort auskennen. Und unbedingt auch Menschen mit anderen Einschränkungen, denn nur so können wir auch deren Bedürfnisse und Probleme berücksichtigen.

Übrigens geht es uns im Moment noch nicht um die Bedürfnisse blinder oder gehörloser Menschen, sondern vor allem erstmal um Lösungen für die vielen, auch - aber nicht nur - älteren Menschen, denen man ihre Einschränkung vielleicht nicht ansieht, die sich nicht "outen" oder mehr Barrierefreiheit für sich einfordern mögen, die statt dessen evtl. lieber zu Hause bleiben. 
Und vielleicht ist es mit der einen oder anderen Maßnahme so wie mit Rampen oder akustischen Ampeln: Die werden auch von vielen anderen Menschen gerne genutzt :-)

Nun sind wir zu dritt im Team und damit sind auch die Interessen von Menschen mit Mobilitätseinschränkungen vertreten.
Leider fehlen uns immer noch Mitglieder aus PG, die sich dort mit den Gegebenheiten auskennen, sowie jemanden, der Erfahrung mit Höreinschränkungen hat. Aber was nicht ist, kann noch werden! Falls du Interesse hast, mal "reinzuschnuppern", gerne bei uns melden!

Folgende Punkte wurden bei diesem Treffen angesprochen:

 - Für eine direkte Beleuchtung werden wir Klemmleuchten testen, die an die Stuhllehne geklemmt werden können (geht leider nur ab Reihe 2). Ob die Beleuchtung in den Bänken in PG ausreicht oder man dort ebenfalls Klemmleuchten verwenden kann, müssen wir noch ausprobieren. Die Leuchten müssen für ein Liederheft in A4 ausrei-chen und sollten im Eingangsbereich zum Mitnehmen bereitliegen. So die Idee! 

- Rollstuhlgerechte Ausstattung und Zugänge (siehe Seite "Barrierefreiheit") 

- Für Menschen mit Geheinschränkungen wären Stühle mit Armlehne hilfreich. Die er-leichtern das Aufstehen. In Mt sind sie vorhanden und stehen im Kirchraum bereit. In KvB muss u. U. '"nachgebessert" werden. 

- Die akustische Verstärkung in PG sorgt für Menschen mit Hörgeräten aufgrund der Größe des Kirchraums und des entsprechenden Halls leider nicht für eine bessere  Verständ-lichkeit. Wir haben erneut über die Möglichkeit nachgedacht, mit bluetooth-fähigen Knochenschall-Kopfhörern eine direkte Verstärung anzubieten. (Sie werden nur über die Ohren gehängt, sind damit hygienisch, und das Hören im Raum wird nicht eingeschränkt.) Man kann unsere Anlagen dahingehend nachrüsten, dass sie mehrere Empfänger bedienen, aber ob das tatsächlich eine hilfreiche und genutzte Option ist, müssten wir mit Fachleuten und Betroffenen besprechen. 

- Sehr hilfreich wäre dafür der Kontakt zu einer Inklusionsbeauftragten der Kirche. Für die Hann. Landeskirche haben wir im Internet bisher niemanden mit dieser Funktion gefunden, aber es gibt wohl jemanden bei der EKD. Wir nehmen mal Kontakt auf.

Da unsere Arbeit mit Veränderungen verbunden ist, bei denen wir die Kirchenvorstände mit im Boot brauchen, diese jetzt aber gerade mehr als genug mit den Fusionsvorberei-tungen zu tun haben, ist unser nächstes Treffen erst Anfang 2026. Bis dahin nutzen wir die Zeit für Hintergrundrecherche und Kontakte-Knüpfen.

Kontakt (Mt)

Anette Sommer

Kontakt (KvB)

Jennifer Bargfeldt
Mobil: 0178 9067930

Kontakt (PG)

... bis ein Mitglied vom Kirchort Paul-Gerhardt im Inklusionsteam ist:

Pastorin Doris Escobar
Tel.: 05064 331